Gebläseheizung

Wer sich für eine schnelle Heizung interessiert, die er nur kurzzeitig benutzen will, kommt auch um das Thema „Gebläseheizung“ nicht herum. Eine Gebläseheizung ist im Grunde nichts anderes als eine verbesserte Heizsonne: Hinter den glühenden Heizdrähten befindet sich ein Gebläse, das kalte Luft ansaugt und durch das glühende Gitter von Metallstäben diese erwärmte Luft wieder nach vorne herausschleudert.

Die Gebläseheizung

 

Vitavia Gewächshausheizung "PALMA 2 kW", digital / Elektro-Gebläseheizung / mit digitalen Thermostat -55-99 °C.
typische Gebläseheizung
Foto: Amazon*

Das hat natürlich den Vorteil, daß derjenige, der davor sitzt und sich wärmen möchte, auch etwas weiter weg als bei der Heizsonne sitzen kann. Durch die schnellere Erwärmung der Luft wird auch das Zimmer schneller aufgeheizt, und die verwirbelte Luft bringt die Wärme auch in hinterste Ecken.

Der große Nachteil ist aber:

Gebläseheizungen sind laut

Das Gebläse macht mehr oder weniger starke Geräusche. Meistens eher mehr, denn je schneller so ein Gebläse läuft, um so lauter wird es. Natürlich ist die Heizleistung damit auch ein wenig schneller, aber das Geräusch des Gebläses kann schon richtig in Krach ausarten. Gerade einfache und ältere Geräte sind überhaupt nicht mehr zeitgemäß, dazu kommt noch, daß auch der Stromverbrauch so einer Gebläseheizung ganz schön hoch ist.

Viel Staub durch die Gebläseheizung

Ein weiterer, wesentlicher Nachteil ist die enorme Staubentwicklung. Klar, durch die Heizung wird ja viel Luft bewegt, und Wind im Zimmer bedeutet natürlich auch, daß der immer vorhandene Staub mitgezogen wird und sich schön gleichmäßig im Zimmer verteilt. Solange er aber in der Luft ist, merkt man schon beim Einatmen, daß die Nase langsam zu wird. Allergiker haben jetzt wirklich große Probleme: Sie spüren ja solche Verunreinigung der Luft noch stärker und sollten von so einer Art zu Heizen besser Abstand nehmen.

Was ist nun gut an der Gebläseheizung?

Wenn ich so viele Nachteile aufgezählt habe, fragen Sie sich vielleicht:

„Warum werden Gebläseheizungen überhaupt noch hergestellt und verkauft?“

Etwas gutes müssen sie ja auch haben. Und haben sie natürlich auch:

Vorteile der Gebläseheizung

Sie bringen sehr schnell Wärme in den Raum. Auch wenn es laut und staubig ist: Schnell heizen tun diese Gebläse auf jeden Fall. Deshalb haben sie in manchen Fällen auch ihre Berechtigung: Große Räume werden sehr schnell warm, deshalb werden Gebläseheizungen auch in der Industrie immer noch eingesetzt. Für den Hausgebrauch fallen mir aber keine wirklichen Vorteile ein.

Ich hatte mal eine in meiner Küche, weil ich es morgens schnell warm haben wollte, und das hat sie auch gemacht. Aber der Lärm und die starke Luftbewegung haben mich doch enorm gestört, weshalb ich mich nach einer Alternative zum Heizgebläse umgesehen habe.

Nachteile der Gebläseheizung

Die größten Nachteile sind schon erwähnt worden: Geräuschkulisse und Luftverwirbelung, inklusive Staubverteilung. Und dazu ein ziemlich großer Stromverbrauch. Denn die Gebläseheizung muß ja erst einmal die ganze Raumluft erwärmen, damit es auch dem Menschen warm wird.

Das ist oft aber völlig unnötig, gerade bei kurzem Wärmebedarf hat die Infrarotheizung dem Heizgebläse den Kampf angesagt: Sie ist genau so schnell, bewegt aber keine Luft und ist flüsterleise. Und mit diesen Trümpfen wird sie auch gewinnen.