Heizlüfter

Das Prinzip der Gebläseheizung habe ich schon erklärt. Die Weiterentwicklung davon ist nun der Heizlüfter. Ob das eine gute Idee war? Hier meine Meinung.

Der Heizlüfter zu Hause

Heizlüfter funktionieren ähnlich wie die Gebläseheizungen, sind aber meisten viel größer. Sie ähneln manchmal schon richtigen Heizkörpern, wie man sie von den Ölradiatoren kennt, und haben auch viel mehr Leistung. Allerdings brauchen sie auch entsprechend mehr Strom, wenn es auch heute moderne Heizlüfter gibt, die einigermaßen energiesparend funktionieren. Die gravierenden Nachteile solcher Heizungen bleiben aber:

  • Heizlüfter verbrauchen durch die doppelte Belastung (Heizdraht erhitzen und Gebläsemotor) viel Strom
  • durch die verwirbelte Luft wird viel Staub in Bewegung gebracht
  • die Geräusche sind auch bei modernen Heizlüftern nicht gerade als leise zu bezeichnen

Natürlich kann man den Heizlüfter auch in einigen Nischen einsetzen, wo andere Heizsysteme vielleicht nicht ganz so effektiv sind.

Heizlüfter im Einsatz

Rowenta Heizlüfter Instant Comfort Aqua, SO6510 [Energieklasse A]
kleiner,praktischer Heizlüfter von Rowenta. Foto:Amazon*
Als erstes fällt mir da die Garage ein. Hier hatte ich jahrelang so einen Heizlüfter in Gebrauch, weil er einfach besser war als andere. Der Ölradiator brauchte zu lange, um die Garage warm zu machen, die Gebläseheizung aus der Küche war zu klein, Kachelofen und Zentralheizung waren nicht vorhanden, und die Infrarotheizung kannte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Deshalb war mir der Heizlüfter eine große Hilfe, wenn ich in der kälteren Jahreszeit an meinem Auto oder Motorrad bauen mußte. Eine halbe Stunde vorher eingeschaltet, und wenn ich in die Garage kam, war sie schon schön warm.

Aber auch im Hobbyraum im Keller kann man mit einem Heizlüfter gut arbeiten. In meinem Keller gehe ich nicht oft genug, daß sich das Anschließen an die Zentralheizung lohnt. Wenn ich weiß, daß ich dort etwas machen möchte, schalte ich den Heizlüfter an, und nach einer viertel Stunde ist es schön warm. Dann wird er wieder ausgeschaltet und stört mich nicht durch seine Geräusche und Luftbewegungen.

Allerdings sollte man auch ein entsprechendes Hobby haben: Einer Tischlerwerkstatt im Keller kann so ein Heizlüfter das Ende bereiten. Durch die verwirbelte Luft sowieso schon, und dann kann sich der aufgewirbelte Holzstaub, mit der Luft vermischt, schnell zum Brandherd entwickeln. Eventuell kann es sogar eine Explosion geben. Das würde ich lassen!

Heizlüfter im Wohnraum

Natürlich können Sie sich auich, wenn Sie keine andere Heizung haben (wie bei mir neulich, als die Zentralheizung ausgefallen war, weil ein Ventil im Kessel defekt war), einen Heizlüfter in die Wohnung stellen. Kurzfristig ist das natürlich nicht schlecht, wenn es kalt wird und irgendwie geheizt werden muß. Aber eine Dauerlösung ist ein Heizlüfter für die Wohnung nicht! Dann schon eher der Ölradiator.

Denn:

  • ein Heizlüfter ist definitiv zu laut
  • er wirbelt viel Luft umher
  • er verbraucht viel Strom, weil er ja das Heizelement UND den Lüfter mit elektrischer Energie versorgen muß

Für die Wohnung ist eine Zentralheizung schon die beste Lösung, noch. Neue Häuser werden ja mit anderen Heizsystemen ausgestatte, teilweise ganz elektrisch mit Infrarotheizkörpern. Die kann man dann sogar durch die Sonne, mit einer Solaranlage, betreiben.