Mundtrockenheit im Alter

Mundtrockenheit

Heute mal ein Thema, das vielleicht nicht jeden etwas angeht, aber bei Auftreten doch für große Probleme sorgen kann:
Die Mundtrockenheit (Xerostomie)

Mundtrockenheit tritt häufig auf, wenn Sie schon etwas älter geworden sind, kann natürlich auch bei jüngeren Menschen eine ernsthafte systemische Krankheit sein.
Denn inzwischen klagt schon laut einer Umfrage jeder vierter Erwachsene unter Mundtrockenheit, dabei ist doch eine ausreichende Speichelproduktion absolut lebensnotwendig.
Eine der bekanntesten und berüchtigtsten Erkrankungen hat sogar schon einen Namen:
Das Sjögren – Syndrom

Das ist keine unbekannte Mafia – Organisation, sondern eine Autoimmunkrankheit, bei der die sogenannten eyokrinen Drüsen angegriffen und zerstört werden.
Normalerweise produziert der Körper 0,7 Liter Speichel, dadurch wird der Mund feucht gehalten und Keime und Bakterien in der Regel abgeschreckt.
Ausserdem ist der Speichel wichtig für die Zähne, denn er enthält Calcium und Phosphat, was unter anderem den Zahnschmelz mineralisiert und ein wirksames Abwehrwerk gegen Karies bildet.

Mundtrockenheit

Speichel (oder auch Spucke genannt) hat aber noch viel mehr Eigenschaften, um die wir uns normalerweise gar keine Gedanken machen.
– Der Speichel enthält bestimmte Enzyme, die unsere Verdauung von Süßigkeiten oder Zucker in den Speisen verbessert.
– Der Speichel verbindet sich mit unserem Essen und macht es dadurch weicher, so daß wir es besser herunterschlucken können.
– Durch die Befeuchtung der Mundschleimhaut ist es uns überhaupt erst möglich, etwas zu schmecken, zu kauen oder auch zu Sprechen.
Ohne Speichel, mit einem trockenen Mund, würde sich das furchtbar anhören und auch sehr anstrengend sein.

Habe ich Mundtrockenheit?

Keine Frage, wenn da etwas nicht stimmt, merken Sie es ziemlich schnell.

Ständig rissige Lippen, Entzündungen im Rachen und häufiges Zahnfleischbluten können schon Hinweise auf eine Mundtrockenheit sein.
Wenn Sie zusätzlich noch plötzliche Geschmacksstörungen haben und öfter einen eigenartigen Mundgeruch, können das schon Anzeichen einer Xerostomie sein.

Auch wenn Sie Ihre Prothese plötzlich nicht mehr vertragen, weil sie nicht mehr richtig haften will, und sich mehr und mehr Druckstellen an den Kiefern einstellen, sollten Sie nachforschen, warum das so ist.
Nur einfach sagen “Ich werde alt” ist kein Argument!

Speichel im Alter

Im Alter nimmt logischerweise auch die Speichelproduktion ab, wie so manches Andere auch, das ist ganz normal.
Wenn es im Rahmen bleibt, ist es auch kein Problem.

Doch jetzt nehmen Sie vielleicht auch eine einige Medikamente ein, die Sie früher nicht brauchten, wie Beta-Blocker gegen Bluthochdruck, Medizin gegen Herzrhythmusstörungen oder auch Antidepressiva (damit besonders vorsichtig sein, die werden Ihnen manchmal unter einem ganz anderen Vorwand verschrieben).

Was also können Sie tun bei Mundtrockenheit?

Mundtrockenheit
Was tun bei Mundtrockenheit

Mundtrockenheit ist ein häufiges Problem bei Senioren. Oft tritt sie als Nebenwirkung von Medikamenten auf, die ältere Menschen regelmäßig einnehmen müssen. Aber auch körperliche Inaktivität kann dazu führen, dass der Speichelfluss abnimmt und Mundtrockenheit entsteht. Dies kann zu Problemen beim Kauen und Schlucken führen und das Risiko von Karies erhöhen. Um Mundtrockenheit zu vermeiden, sollten Senioren ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen und sich regelmäßig bewegen. Auch spezielle Zahnpflegeprodukte können helfen, den Speichelfluss anzuregen und die Mundgesundheit zu verbessern.

Es ist wichtig, dieses Thema anzusprechen, da Mundtrockenheit oft unterschätzt wird und langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann. Als Teil einer ganzheitlichen Betrachtung der Gesundheitsbedürfnisse älterer Menschen sollte auch diesem Aspekt Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Meine Tipps gegen Mundtrockenheit:

  • morgens und abends länger die restlichen Zähne putzen, mindestens für 2 Minuten und mit viel Wasser
  • viel trinken – nein, nicht Bier saufen meine ich damit, sondern am besten Wasser oder Tee, aber ohne Zucker!
  • keine Kekse oder Chips essen, sondern lieber Rohkost (Mohrrüben, Gurken, rohe Paprika)

Ich weiß, das können Sie nicht mehr hören, bin selber auch nicht der absolute Fan davon, aber es ist auf jeden Fall eine Möglichkeit, unter anderem etwas gegen Mundtrockenheit zu tun.

Blöder Tipp am Rande:

Kaugummi!
Der Kaugummi erhöht die Speichelproduktion enorm, bis zum zehnfachen!!
Natürlich nur ohne Zucker!
Wenn es denn noch geht mit den Dritten! Ich selber kann das auch nur noch kurzfristig machen.
Denn sonst kommen die nächsten Probleme.
Wie bekommt man den Kaugummi wieder….

Na ja, ich denke, Sie wissen, was ich meine.

Und was natürlich am besten ist gegen Mundtrockenheit:

Die Wassermelone

Die kostet nicht viel, richtet keinen Schaden an (wegen der Nebenwirkungen) und ist auch schnell zubereitet.
Gönnen Sie sich wirklich jeden Tag eine viertel oder halbe Wassermelone!
Was Besseres gegen Mundtrockenheit fällt mir nicht ein.

Und wenn nicht mal das hilft:

Dann muss der Arzt helfen, denn dann werden Sie wahrscheinlich ein richtiges Problem haben!

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